Archiv für ‘Fakten über das Team’ Kategorie

Danke, Dietzenbach

30.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: General, Facts about the team

Unser Quarterback Gabi Duvinage kann sich gleich doppelt über ihren Arbeitgeber freuen. Für die Teilnahme an der WM hat ihr Arbeitgeber, die Stadt Dietzenbach, ihr Sonderurlaub gegeben.

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/kreis_offenbach/2783938_Sonderurlaub-fuer-die-WM.html

Und damit sie sich die Teilnahme auch leisten kann, haben ihre Kollegen ein Sparschwein im Aufenthaltsraum aufgestellt. Wer was dazu geben wollte, konnte dort Geld einwerfen. Als das Sparschwein geschlachtet wurde, staunte Gabi nicht schlecht: 320 Euro hatten die Kollegen gespendet.

Vielen Dank Dietzenbach, Vielen Dank Kollegen!

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Testing the Coaches

23.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: General, Facts about the team, Inside the Team, Staff

Man sollte nie etwas glauben, was man nicht selber probiert hat. Als Tight End der Darmstadt Diamonds hatte ich die Möglichkeit, mich von der Qualität der drei süddeutschen Nationalmannschafts-Coaches persönlich zu überzeugen.

Markus Gräßer(Defense Line Rhein-NeckarBandits)

Markus ist in der Nationalmannschaft genauso wie im Verein fürdie Defense Line zuständig. Und die hat uns ganz schön zu schaffen gemacht. Besonders beide Defense Ends wirkten gut gecoacht und haben ein super Spiel gemacht. Auch derDefense Tackle #54 machte uns viele Plays kaputt. Apropos kaputt. Ich persönlich habe in einem Spiel selten so viele blaue Flecken eingesteckt wie gegen die Bandits.

Facemask verbogen!

Das habe ich auch noch nie erlebt. Mein Facemask hat sich im Spiel so verbogen, dass ich mir ein Neues kaufen muss. Ich kam mir vor als hätte ich so ein altes Single-Bar Facemask wie es Kicker noch vor 15 Jahren in der NFL trugen. Da passte deutlich mehr als eine Faust durch, was ich auch zu spüren bekam. Lange Zeit dominierten beide Defense-Reihen das Spiel, am Ende entschied ein wildes Offense Feuerwerk innerhalb der letzten zwei Minuten das Spiel. Wir gingen zweimal in Führung, um dann doch mit 28:24 zu verlieren.

Wenn Markus es schafft, unsere Defense Line in der Nationalmannschaft genauso einzustellen wie die der Bandits, dann wird es für unsere Gegner ein langes Turnier.

Daniel Koch (Defense Line Franken Knights)

Daniel Koch ist hauptsächlich Defense Coordinator im Jugend Team und coacht daneben die Defense Line im GFL 2 Team der Knights. Den Test konnte ich leider altersbedingt nur im GFL2 Team vornehmen, aber diesmal als Offense Line Spieler. Direkt mittendrin also. Zahlenmäßig waren uns die Jungs schon deutlich überlegen. Elf Defense-Line Spieler standen gerade mal zwei etatmäßigen O-Liner gegenüber, aufgefüllt durchDefense Line Spieler und einem Tight End. Elf Spieler auf einer Position bedeutet auf jeden Fall schon mal ein vernünftiges Training. Denn bei elf Spielern bekommen viele nicht so viel Spielzeit wie sie sich wünschen. Wenn sie dennoch am Spieltag bereit stehen, zeugt das von der Qualität der Coaches. Denn nur wenn man das Gefühl hat auch im Training was zu lernen, sich weiter zu entwickeln und dabei Spaß hat, ist ein Spieler auch mit weniger Spielzeit zufrieden. Über die Qualität der Spieler braucht man kein Wort verlieren. Franken Knights haben immer sehr athletische Spieler, technisch gut gecoacht und schnell. Das war auch diesmal so.

Daniel Koch übernahm gegen uns den Job in der “Skybox” und funkte seine Erkenntnisse in die Teamzone. Leider konnte ich den Funkverkehr nicht abhören (das hätte uns bestimmt geholfen) aber im Ergebnis war Franken stets gut gegen uns aufgestellt. Wir konnten zwar den Ball erfolgreich bewegen, aber am Ende reichte es nur für einen Score.

Conny Jäckel (Wide Receiver DarmstadtDiamonds)

Dieser Test ist der schwierigste und einfachste zugleich. Schliesslich hatte ich mehr als genug Gelegenheit Conny beim Coaching zu beobachten. Doch den eigenen Coach und die eigene Lebensgefährtin zu beurteilen kann nie objektiv sein. Fakt ist, dass sie viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Jede Übung wird geplant, getestet und umgesetzt. Ständig diskutieren wir über die Leistung der Spieler, analysieren die Videos und arbeiten an der Weiterentwicklung für unser Team. Die Diskussionen sind auch für mich immer sehr lehrreich. So lerne ich auf Running Back und Wide Receiver viel dazu, habe aber zum Glück noch ein paar Vorteile auf den anderen Positionen. Conny hat bewiesen, dass sie in der GFL2 ihren Mann stehen kann und wird dies auch in der Nationalmannschaft tun.

Fazit des Test

Absolut positiv. Ich glaube, wir haben die richtigen Coaches für die Weltmeisterschaft. Dieser Eindruck aus dem Trainingslager hat sich jetzt mit dem Test verfestigt. Und die Coaches sind nicht nur fachlich sehr gut, sondern auch menschlich. Es hat viel Spass gemacht sich mit Ihnen nach dem Spiel zu unterhalten. Die Weltmeisterschaft kann kommen.

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Zielstrebig zum Comeback

20.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: General, Facts about the team, Inside the Team

WR Jeanette Beastoch war von Anfang an eine sichere Kandidatin für die Frauenfootballnationalmannschaft. Während des Camps in Silberborn hat sie sich allerdings schwer an der Schulter verletzt. Mit viel Fleiß und Beharrlichkeit hat Sie sich innerhalb von drei Monaten wieder in das Team zurück gekämpft und steht wenige Tage vor dem letzten Camp in Strausberg und vor dem ersten Kick Off in Schweden vor ihrem Comeback. Für uns stand Jeanette Beastoch Rede und Antwort.

football-aktuell.de:

Hallo Jeanette, Es wäre nett, wenn Du zuerst etwas über Dich erzählen würdest.

Jeanette Beastoch:

Ich bin 28 Jahre alt und wohne in Tübingen. Ich habe in Passau Jura studiert, in Nürnberg mein Referendariat absolviert und arbeite nun als Juristin im Justizvollzug des Landes Baden-Württemberg. Seit 2006 spiele ich bei den Nürnberg Hurricanes. Zwischen Tübingen und Nürnberg liegen zwar mehr als 200 km, aber mein Team ist mir während meiner Zeit in Nürnberg so sehr ans Herz gewachsen, dass mich auch der Umzug aus beruflichen Gründen nicht den Helm wechseln ließ.

football-aktuell.de:

In Nürnberg bist Du eine langjährige Leistungsträgerin und immer für einen Touchdownfang gut. Wie bist Du eigentlich zum Footballl gekommen?

Jeanette Beastoch:

Während des Studiums spielte ich bereits Flagfootball bei den Passau Red Wolves, der Unimannschaft. Ich habe dort überwiegend mit Männern zusammengespielt und viel von ihnen lernen können, insbesondere was die Technik und die Durchsetzungsfähigkeit betrifft. Schon damals hatte ich Lust, auch mal “richtigen Football” auszuprobieren. Die Gelegenheit dazu ergab sich dann, als ich zum Referendariat nach Nürnberg umzog. Seitdem ist Football aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

football-aktuell.de:

Die Gesundheit geht immer vor. Wie geht es Deiner Schulter und bist Du wirklich fit und wieder wohlauf?

Jeanette Beastoch:

Bei der Schulter hatte ich Glück im Unglück. Wir waren auf Empfehlung unseres Teamarztes Marco Ezechieli in einer Heidelberger Spezialklinik für Schulterchirurgie. Der Arzt dort teilte uns mit, dass die Regeneration einer Schultereckgelenksprengung drei Monate bedarf und operierte mich gleich am nächsten Tag – ein Glücksfall. Die Teilnahme an der WM ist also eine Punktlandung, denn zwischen dem Trainingscamp in Silberborn, in dem ich mich verletzte, und der WM liegen genau drei Monate. Nachdem ich nach der Operation vier Wochen lang meinen Arm gar nicht bewegen durfte, war von dem intensiven Kraft- und Footballtraining, dass ich seit Januar betrieben hatte, natürlich nichts mehr zu spüren. Die Reha jedoch verläuft bisher prima. Vor sechs Wochen habe ich mit dem Training wieder begonnen und es seitdem stetig gesteigert. Laufen, sprinten, fangen, blocken funktioniert alles wieder. Lediglich Krafttraining und tackeln, bzw. getackelt werden hat der Arzt erst ab Ende Juni wieder erlaubt. Punktlandung eben.

football-aktuell.de:

Wie hast Du Dich nach der Verletzung wieder in das Team hineingekämpft? Von Coach Robert Melzer hören wir ja nur lobende Worte über Dein Engagement!

Jeanette Beastoch:

Wir haben die Coaches über den aktuellen Behandlungsstand meiner Schulter ständig auf dem Laufenden gehalten. Nachdem noch vor der offiziellen Nominierung der Spielerinnen berechtigte Hoffnung bestand, dass ich rechtzeitig wieder fit werde, war ich von Anfang an nominiert. Bei einem Training Ende Mai in Berlin mit Coach Trabi konnte er sich dann selbst ein Bild von meinem Genesungsstand machen. Das Lob für Engagement muss ich hiermit an unseren Coach zurückgeben. Die Trainingseinheit in Berlin hat mich einen großen Schritt weitergebracht und das Vertrauen in eine rechtzeitige Heilung gestärkt.

football-aktuell.de:

Dein Freund ist Mitglied der Flagfootballnationalmannschaft und Footballcoach. Wer redet bei Euch zu Hause momentan mehr über seine ganz persönliche WM?

Jeanette Beastoch:

Naja, wir gehen, was die Vorfreude und das Hauptgesprächsthema betrifft, ganz chronologisch vor. Im Moment reden wir nur über Schweden. Mein Freund, wird auch live mit dabei sein. Und genauso werde ich live bei der Flag-WM in Kanada dabei sein, denn ich spiele auch in der Frauen-Flagfootballnationalmannschaft. Da die Flag-WM für Männer und Frauen zeitgleich stattfindet, wird es also unsere gemeinsame WM. Doch bevor es Mitte August nach Ottawa geht, hoffen wir mitzuerleben, wie unsere Herren im eigenen Land Europameister werden.

football-aktuell.de:

Hattest Du schon Möglichkeiten, Dich über die Passabwehr Schwedens und Kanadas zu informieren?

Jeanette Beastoch:

Ich habe über youtube.com nur Spiele der IWFL gesehen. Von den anderen Teams weiß ich bisher nichts. Gegen die Schwedinnen habe ich bereits letztes Jahr bei der Flag-EM gespielt und eines Wissens nach waren das alles auch Spielerinnen der Tacklenationalmannschaft. Im Flagfootball haben wir sie geschlagen, was aber wohl wenig über das bevorstehende Tacklespiel aussagt.

football-aktuell.de:

Was glaubst Du, ist für Euch in Stockholm möglich?

Jeanette Beastoch: Der dritte Platz sollte möglich sein.

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Grüß Gott Frau Doktor – Dich gibt es ja zweimal!

13.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: Blog, Facts about the team, Inside the Team

Sandra Lemmer spielt in der neuen Frauenfootballnationalmannschaft auf der Defensive Line und beweist, dass eine „Linewoman“ keineswegs auf den Kopf gefallen sein muss. Die 32-jährige Münchnerin verfügt über einen Doktor-Titel in Deutscher Philologie und stand uns freundlicherweise Rede und Antwort.

Football-aktuell.de:

Hallo Sandra, Du bist in unserer kleinen Serie, die am südlichsten gelegene Sportlerin. Gab es während der Camps Verständigungsschwierigkeiten mit den norddeutschen Vertreterinnen?

Sandra Lemmer:

(lachend) – Nein, eine babylonische Sprachverwirrung gab es in Silberborn nicht. Ich bin zwar geborene Münchnerin und kann aufgrund meiner Berchtesgadener Wurzeln tatsächlich tiefstes Oberbairisch reden, spreche aber im Alltag recht dialektfreies Hochdeutsch. Dabei mag ich Dialekte sehr; ich finde es schön, wenn meine Mitspielerinnen mit dialektaler Färbung sprechen. Ich kann mich nicht erinnern, je etwas davon nicht verstanden zu haben. Im Gegenteil. Das ist Musik in meinen philologischen Ohren.

Football-aktuell.de:

Wie bist Du zum Football gekommen? Sind die Munich Cowboy Ladies aktiv gewesen? Vielleicht kannst Du uns noch etwas zu Deiner Person erzählen?

Sandra Lemmer:

Ich wurde vor fünf Jahren beim Ausgehen auf der Tanzfläche von einer Spielerin der Munich Cowboys Ladies angesprochen. „Wer in solchen Boots tanzen könne, der mache sich sicherlich auch auf dem Footballrasen nicht schlecht“, so ihr Gedanke. Ich hatte unlängst mit dem Gedanken an American Football geliebäugelt; das Angebot des Probetrainings nahm ich begeistert an und war fortan diesem großartigen Sport verfallen.

Ich war bis dahin beim Sport stets Solist – meilenweite Läufe, große Radstrecken, Kraftsport habe ich immer allein absolviert. Ich habe mir das für mein individuelles Training bewahrt, genieße aber auch die Teamtrainings sehr. „One for all, and all for one“ ist für mich nicht nur Schlachtruf der Munich Cowboys Ladies, sondern ein tief empfundenes Gefühl. Es nun mit der Nationalmannschaft teilen zu können, macht mich überglücklich.

Ich bin übrigens 32 Jahre alt und wurde am 30. Mai in München geboren. Ich habe nach meinem Abitur an der LMU Germanistik und Psycholinguistik studiert und 2007 in Mediävistik (Sprache und Literatur des Mittelalters) promoviert. Ich arbeite im Zentralen Qualitätsmanagement eines großen Marktforschungsinstitutes.

Football-aktuell.de:

Wir haben in unserer Serie bisher ganz junge, große, kleine Single-Löwenmütter und Nationalspielerinnen, die ganz lange zum Punktspiel und Training fahren müssen und auch Spielerinnen, die mit Wikingerhelmen während eines GFL-Spieles herumlaufen. Vielleicht kannst Du auch mit einer ganz besonderen Begebenheit aufwarten, die Dich auszeichnet.

Sandra Lemmer:

Da siehst Du mal, ich bin weder besonders jung, noch uralt. Ich bin irgendwas zwischen groß und klein und lief bislang weder in Dirndl noch Lederhose herum. Dennoch falle ich bei Heimspielen auf, weil es mich zu solchen Anlässen im Stadion zweimal gibt. Meine eineiige Zwillingsschwester (sie spielt nicht Football) wird immer wieder von Mitspielern und Coaches auf das Feld gebeten, weil sie annehmen, sie sei ich.

Darüber hinaus divergiert vermutlich meine „Spielvorbereitung“ von jener meiner Mitspielerinnen. Während sie sich mit aufpeitschender Musik aufheizen, in Spiellaune bringen, versuche ich, meine Nervosität vor einem Spiel mit meditativer Musik in den Griff zu bekommen. Meine Spiellaune ist erreicht, wenn ich die Schnappatmung kontrollieren kann.

Football-aktuell.de:

Wie glaubst Du, wird sich der Frauenfootball in Deutschland noch verändern? Wird er athletischer? Wird er in Zukunft von der Öffentlichkeit stärker

wahrgenommen werden? Wird er schneller, technisch anspruchsvoller?

Sandra Lemmer:

Der Sport ist gewachsen und wächst weiter. Das Wachstum erkläre ich mir einerseits mit der Faszination Football. Für mich, für die Football (m)ein Lebensgefühl darstellt, ist es unvorstellbar nach einem Training nicht dabei zu bleiben. Nicht „infiziert“ zu sein. Zum anderen dürfte die Einführung der zweiten Liga einen entscheidenden Rückenwind gebracht haben. Ein Team braucht weniger Spielerinnen, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Das motiviert natürlich – man trainiert nicht nur vor sich hin, sondern kann sich in Spielen mit anderen Teams messen. Das weckt Leistungswillen. Und der wiederum steigert das Spielniveau; der Sport wird schneller, anspruchsvoller und athletischer.

Auch die U-19 Auswahl und die Nationalmannschaft führen meines Erachtens zu einem Leistungsdenken, das ambitionierte Spielerinnen für den Sport begeistern wird. Und das gleichermaßen Aufmerksamkeit und Interesse einer Öffentlichkeit evoziert. Man kennt das ja von anderen Sportarten: je leistungsorientierter Wettkämpfe stattfinden, umso mehr Zuschauer bejubeln „ihre“ Sportler. Während in Kreisligen bestenfalls Mütter und Väter die Zuseherränge einnehmen, füllen Weltmeisterschaften riesige Stadien.

Auch wenn dies im Falle von American Football vermutlich bestenfalls meine Urenkelin erleben dürfte, bin ich zuversichtlich, dass Frauenfootball in Deutschland zunehmend an Popularität gewinnen wird und sehr dankbar, eine Spielerin der frühen Stunden des American Football in Deutschland sein zu dürfen.

Football-aktuell.de:

Wie bereitest Du Dich auf die WM speziell vor?

Sandra Lemmer:

Ich trainierte bereits vor meiner Nominierung sehr ambitioniert und ehrgeizig. Ich mag es, mich zu schinden und mir selbst viel abzuverlangen. Wenn ich nicht mehr kann, wenn meine Grenzen anscheinend erreicht sind, lege ich noch ein Schippchen drauf. Wir haben einen Trainingsplan erhalten, den ich in mein tägliches Training integriere. Ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung besteht auch in der Lektüre und der Verinnerlichung des Playbooks. Was nützt ein exzellent vorbereiteter Körper, wenn der Kopf diesen nicht zu dirigieren weiß?

Football-aktuell.de:

Welche Chancen werdet ihr in Stockholm nach Deiner Meinung haben?

Sandra Lemmer:

Wir werden in Schweden auf sehr gute Gegner treffen; USA und Kanada scheinen auf den ersten Blick geradezu übermächtig. Dennoch bin ich optimistisch (und hoffentlich auch realistisch): ich möchte gerne mit einer Medaille um den Hals aus Stockholm zurückkehren. Bronze halte ich für machbar. Silber und Gold für einen Griff in die Sterne. Aber auch die sollen ja hin und wieder erreichbar sein. In erster Linie wünsche ich mir, dass wir ein gutes Turnier spielen können und eine sehr gute Leistung abrufen können.

Football-aktuell.de:

Fahren auch Verwandte und Bekannte nach Stockholm, um Euch anzufeuern?

Sandra Lemmer:

Ja, auch nicht nominierte Spielerinnen, Familien und Freunde von Kader-Spielerinnen fahren nach Stockholm, um uns anzufeuern. Ich finde diese Unterstützung klasse und beflügelnd.

Football-aktuell.de:

Vielen Dank für Deine Zeit und interessanten Antworten.

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Alle müssen an einem Strang ziehen

12.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: Blog, Facts about the team, Inside the Team

Robert Melzer ist der „Trabi“ unter den Coaches in der neuen Frauen-Nationalmannschaft und gilt mittlerweile im Team als der rasende und rastlose Robert. Im Auswahlteam ist er zuständig für die Wide Receiver und die Special Teams. Beruflich ist der Flugbegleiter auf dem Weg sich neu zu orientieren und hofft bald auf eine Ausbildungsmöglichkeit zum Erzieher.

Pausen kennt der gute Trabi nicht und der Sprecher der Nationalmannschaft, Andreas Gebek berichtet von der Melzerischen Arbeitsweise mit Respekt: „Die Analyse von 90 Minuten Special Team Testing erledigt er nebenbei zwischen den Einheiten, Videoscouting und Theorie. Ein Phänomen dieser Mann. Er scheint nie müde zu sein, ist immer aktiv. Seine Spielerinnen können sicher sein, dass er ständig für sie da ist und ihnen alle Informationen gibt, damit sie besser werden können.“

Über seine Methoden und Analyseansätze gibt Robert Melzer entsprechend gerne Auskunft: „Wenn ich mich für ein Team interessiere, dann bediene ich mich zuerst hauptsächlich im Internet. Zuerst suche ich nach dem betreffenden Team, schaue mir auf „Youtube“ zum Beispiel Spiele und Fotogalerien an, analysiere die Coaches. Wenn ich die Lebensgeschichte eines gesuchten Trainers kenne, weiß ich, wo er bereits trainiert und nach welchen Spielsystemen er gearbeitet hat, beziehungsweise wie seine momentane Arbeitsweise ist. In Fotogalerien kann ich erkennen, wie zum Beispiel unser gesuchter Coach zwei Safeties in der Defense einsetzt. Entsprechend kann ich im Training unsere Offense postieren.“

Mittlerweise hat sich Robert Melzer einen groben Überblick über die Teams USA, Kanada und Schweden verschaffen können. „Für die USA spricht, dass sie aus dem Vollen schöpfen können und die wirklich besten Spielerinnen ihrer Liga mitbringen können. Sie sind schnell und ein besonderer Maßstab. Aber – selbst wenn die USA in den Spielen nur knapp gewinnen sollten, wäre dieses sicherlich für sie eine Enttäuschung und würde ihr Ego angreifen. Das wäre unsere Chance. Entsprechend sind alle anderen Teams die „Underdogs“. Kanada wird es auf ein Kräftemessen mit den USA ankommen lassen. Zwischen beiden Ländern herrscht wie im Eishockey ein ganz besonderer freundschaftlicher Wettbewerb. Schweden sollten wir packen können. Auch wenn die Mannschaft bereits schon gegen Finnland gespielt hat, so hat sich unser Frauen-Football schneller als im gesamten skandinavischen Raum entwickelt.“

Zu einer Analyse gehört natürlich auch die interne Selbstbetrachtung. „Ich muss mich zuerst fragen, was ich überhaupt für ein Personal zur Verfügung habe. Sind es schnellere Spielerinnen oder eher langsamere Athletinnen. Entsprechend wird das Playbook aufgebaut. Es muss vor allem allgemeinverständlich gehalten werden. Die Terminologie soll zum Team passen und die Spielerinnen sollen so wenig wie möglich auswendig lernen, sondern eigenständig erfassen, was der Trainer erreichen möchte.

Coach Melzer, der auch als Offensive Coordinator beim Herren-, als Berater beim Frauenteam der Spandau Bulldogs und beim AFVBB als Mitglied der Prüfungskommission für C-Lizenztrainer aktiv ist, steht seinen Spielerinnen übrigens auch zwischen den Camps gerne zur Verfügung und lädt sie zu einem Ideenaustausch und Fragenwettbewerb ein. „Wer fragt, erhält auch prompt eine Antwort. Das garantiere ich. Sonja aus Mainz, Pia aus Mülheim, Jeanette aus Nürnberg haben es bereits getan und auch ihre Antworten und Tipps postwendend erhalten.“

Er vergisst natürlich auch nicht über die Fortschritte im Frauen-Football zu erzählen und erinnert sich an die Anfänge: „Mitglied in diesem Team zu sein ist eine besondere Ehre. Das gilt auch für jeden Coach. Ich hätte nie gedacht, dass die Entwicklung so schnell voran gehen würde und dass wir heute bereits über zwei Ligen verfügen. Die Kobra Ladies zum Beispiel sind mit einem kleinen Kader schon mehrmals Meister geworden. Sie zeigen uns: Wer sich richtig engagiert, kann auch erfolgreich sein. Sie spielen keinen komplizierten Football, sondern ein System, welches zu Ihnen passt und sie beherrschen es. Vor allem ziehen in Berlin alle an einen Strang und jeder kämpft für jeden – so sollte es auch bei der ersten deutschen Frauen-Nationalmannschaft sein!“

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So lange Football spielen, wie die Füße einen tragen…

11.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: Blog, Facts about the team, Inside the Team

Zu den jungen Talenten im Damenfootball gehört auch Ariane Parusel von den Berlin Kobra Ladies. Your thoughts on the World Cup anticipation the defender gladly told us.

Football-aktuell.de: Hello Ariane, Rendezvous but first ask again for us.

Ariane Parusel: So my name is Ariane Parusel, 19 Years old and currently doing my A-levels. In my club, the Berlin Kobra Ladies I play offensive and defensive line. Of course, it may happen once that as a linebacker transferring. In the National Playing Defense End.

Football-aktuell.de: Is there something else other than football in your life?

Ariane Parusel: what life? Nein, was just a fun. on I, as I said, I'm doing at the moment my Abi, in which I had to invest a lot of time over the past year.

Football-aktuell.de: How did you come to for Football? Since when have you been playing football?

Ariane Parusel: 2003, at the time I had operated for six years Athletics, I moved with my mom to Erkner. There I got to do something for the first time with Football, because the athletics club had parallel with the Foot Shooting Training. This sport, I immediately found fascinating. Now it was only with 12 to persuade years my mother, I must try this sport. Thus I play now since 2003 American Football.

Football-aktuell.de: Do you think, that you can assert yourself as a starter in the national team?

Ariane Parusel: I have to say, that I, as Defense End'm not so experienced, but I can say it only, that I want to do my best and be and the rest is left to the coaches!

Football-aktuell.de: Have to completion camp in Straussberg still in touch with your national team colleagues and coaches?

Ariane Parusel: We players meet even at the point of playing DBL 1 and all compliment each other for inclusion in the national team.

Football-aktuell.de: What do you think, is sporty possible in Stockholm?

Ariane Parusel: Ich glaube, Germany is in the women's football has progressed. You can see that it, that we have two leagues. I also believe, that the whole team plus staff and coaches put all the energy into this World Cup.

Football-aktuell.de: And how you finance the World Cup costs?

Ariane Parusel: I am a student – I got advanced to them. From family and friends. And now I try with small jobs, provided that the Abiprüfungen take my time, reinzukriegen that money back, to repay it!

Football-aktuell.de: Do you already have ideas, what is happening, if you were to return to Germany and you had the title in his luggage?

Ariane Parusel: I can even now not even grasp, that I may be at a World Cup here. To me it will probably be only clear, when two different national anthems are played.

In the German championship only one is indeed played! – and if we had the title in his luggage, I could probably only once not realize. But I would be proud, to the girls, Coaches, Staff – the first national team in women's football in 2010.

Football-aktuell.de: How will it go sporty after the World Cup for you?

Ariane Parusel: I'll try, as long as continuing to play football, as it is possible for me.

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Times are tough…

08.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: General, Facts about the team, Inside the Team

… Jeannine Weise is tougher

There are athletes, their hobby is a second passion for them. You drive many kilometers voluntarily, just to take part in a training session, or to play a point game. Don't be discouraged either, when they are hit by a stroke of fate. One such personality is the 30-year-old Jeannine Weise from Neuwied and has been through a lot in recent years. “I started 1993 mit Flag Football. When there was no women's football team in Neuwied, I first commuted to Cologne, later to Rüsselsheim and Düsseldorf, again a little later to Mülheim, only to end up with the Falconets in Cologne. The changes were only made due to the distance and the associated long travel times, not because of a certain dissatisfaction among the teams.” As a "sideline" she trains the juniors of the Neuwied Footballer and looks after her six-year-old daughter, who "coached" the sideline even before she was born in the womb and today, as a growing child, has a lot of fun playing the dummies. If possible, would definitely like to see Jeannine, that she can play football with her daughter.

But how does a woman do it, Kind, Football, Bringing private life and then also the national team under one roof? "Time management is everything and it doesn't work without helpers", so Jeannine, who can count on her mother in emergencies and then take care of her daughter. Seen in this way, the old African wisdom applies, that raising a baby elephant is always a matter for a whole herd, also with us humans. Jeannine will definitely get help in terms of financing her participation in the World Cup. Die Cologne Falcons, your new home club, her father and also the city of Cologne want to secure and show the financing of the important trip, that solidarity does not have to be just an empty phrase. Further sponsors are of course still welcome.

“I'm really looking forward to Stockholm. I've been dreaming of a women's football championship since I was a teenager and I've been really pissed off, when Sweden played against Finland and Germany wasn't that far, to set up their own national team. The motivation was correspondingly high, when Jeannine took the qualification race for a place in the German team, the qualification for the 45 squad and was also taken into account. “And if I am allowed to be there, Then of course I would like to get as much playing time as possible and I hope the team will rank well. I think so, that a third place is possible and every team can be beaten and go into every game with a full will to win. "

And just like Jeannine for the WM project 2010 and thus also campaigns for this country, so it should be possible, if somewhere in the Cologne / Neuwied area an employer would give the national player a new professional perspective. A half-day job would be nice for the trained office clerk and single mother in the first step, so that daughter, Always have football and job reconciled for the benefit of everyone

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Extra training before the World Cup in Berlin Spandau

04.06.10

Autor: Robert Melzer | Kategorie: General, Facts about the team

Only three weeks before the national players go to Sweden for the World Cup. Jeanette Beastoch, who was seriously injured in the preparatory camp in Silberborn, does everything to get fit again as quickly as possible. An operation on her right shoulder forced her to take a long break from training. Now that your doctor has given the "green light" to exercise, she couldn't hold anything anymore. Her mother's birthday, who lives in Nauen very close to Berlin, gave Jeanette the idea, to use the long way from Nuremberg as a training unit. To determine her current state of healing and performance, she asked Coach Trabi, whether he would take time for you, to hold an extra training session with her. Jeannette's friend Hauke ​​Bastert was also there. As an active player in the German national team, he used the opportunity to train himself as a trainer in professional discussions with the wide receiver coach of the women's national team.

“Jeanette asked me in Silberborn whether I would not have the time and inclination to go through a few things with her to get her fit again or. to improve. We always stayed in touch, be it by email or phone, so that I was always up to date, regarding the healing process of the shoulder. ”Coach Trabi.

The three used the beautiful Helmut Schleusener Stadium as a practice site (Berlin Spandau) by coach (Melzer) Trabi and the Spandau Bulldogs are at home.
On Friday the 28.05. one 18:00 Uhr began the training with a video analysis of the film material from Silberborn. The training program was created taking into account the current level of performance. Highly motivated, balls were caught under the eye of an infallible video camera, Agility exercises, Stance and Starts, Releases and routes trained. Coach Trabi took the time to explain or improve all the exercises, which were ultimately analyzed again in peace in the office.

In the end, the Spandau ladies came to the square after their video meeting. Obviously enthusiastic about the high attendance and the commitment of Jeanette, the Spandau women will now try even more, in order to maybe become part of the national team in the future. Happy to have quenched the football fever again after doing nothing for a long time, said goodbye to Jeanette and Hauke.

“Passion and diligence in training are two attributes that can distinguish very good players from good players. My respect for so much commitment ". Coach Trabi

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Who has the longest way to the football field??

03.06.10

Autor: Jörg Schlüter / Huddle | Kategorie: General, Blog, Facts about the team, Inside the Team

Svenja Konowalczyk certainly deserved this unofficial title in German women's football. Because she is preparing for higher academic degrees at the University of Heidelberg, but is at home in Kiel and until October 2009 has successfully studied sports science with nutritional science and pedagogy as a minor in the state capital of Schleswig-Holstein, she lays the remarkable distance of around at every home game of the Baltic Witches in the season 700 Kilometers back. Because she is well known by the "sea witches", she can still be part of the team despite the long distance and can keep fit in the Mannheim Knights football school team during the week. After the camp in Silberhorn, 25-year-old Svenja also received the accolade from the coaches of the women's national team. As a cornerback, she will be able to travel to Stockholm with Freya Kleine and represent the Kiel colors.

"My first contact with football was a bit strange", Svenja remembers. “My sister had a boyfriend back then, who in turn was Freya's brother. Because Freya was already playing football back then, one day she took me to winter training. I thought that was so great, that I stayed with the Witches. "

In addition to their athletic achievements, who catapulted them into the 45 squad, Svenja also has extensive Scandinavian experience, because she stayed in Norway for a long time during her studies. The anticipation is correspondingly great and the Kiel women showed themselves at the GFL Season Opener on 1. Mai 2010 also very busy and advertised with proper Viking disguise among the spectators for the World Cup and asked for a donation for the fare. “A lot has already come together and funding applications have already been submitted to the city of Kiel and the state. The regional professional association AFVSH and the ASC Kiel have already given us generous support, so that we are all of good cheer, the cost of the camps, be able to finance the helmet and the trip to Stockholm. "

So it can start soon and Svenja is eagerly looking forward to the sporty opponents: “Because none of the participating nations have played that many international matches, nobody can really predict, who can become world champion. Of course, the USA and Canada are favorites, but we also have a certain tradition to prove. It applies to us now, that we continue to prepare as well as possible in the remaining time until the first game. I'm in close contact with Freya, of course, and the last preparatory meeting in Berlin-Straussberg will certainly bring the team together even more. "

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Facts about the team: Usually customer on board

02.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Facts about the team

If the women's team travels to Sweden, then a country Referee chairman will be there.

Strictly speaking, a country Referee chairwoman.

Yvonne Mechsner from AFCV Berlin-Brandenburg is responsible for all referees in their national association. So the players of the national team are active not only as players, but also support their favorite sport in many different ways. For the development of American football the assistance in volunteering is an important base. As the players of the national team do not want to stand back.

In the National Team, the 32 year-old Yvonne Mechsner plays Defense Tackle. The German Champion of the Berlin cobras has gained much recognition in training camp and will include in Stockholm at the Pillars of Defense.

So if you soon see a game in Berlin-Brandenburg, they know now, who has divided the referee for this game.

Oh yes, it is not of course the only referee in the team…

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