Archiv für ‘Birgit Schwenk’ Kategorie

Back to life!

08.07.10

Autor: Birgit pivot | Kategorie: Birgit pivot, Inside the Team

Ja, ja, ja….

wieder back to life, back to reality! Das Leben hat mich wieder eingeholt. Nach 10 Tagen Isolation in einem alten Sportinternat und einem schön gelegenen Hotel, hat mich die Wirklichkeit wieder. Keine sieben Stunden nach der Ankunft in Frankfurt, und kein vier Stunden nachdem ich mich ins Bett gelegt hatte, klingelte mein Wecker und ich musste aus den Federn hüpfen um meinem Tagwerk nachzukommen.

Es ist alles noch etwas surrealWar ich wirklich nur 10 Tage out of space? Es kommt mir soviel mehr vor. Soviel ist an mir vorbeigegangenetwas erschrocken war ich, als ich heute in der Zeitung gelesen habe, wie unser neuer Bundespräsident heißt. War nicht erst die Debatte um die Kandidaten?

Leicht verstrahlt wirke ich noch immer. Meine Kollgen wundern sich, wenn ich planlos im Büro stehe und meine Kalender suche um meine Termine selbsständig zu koordinieren. Manchmal bin ich geneigt mir Flipchartpapier zu nehmen und meinen Tagesablauf gut sichtbar aufzuhängen. Bei Facebook lese ich, dass es anderen auch so geht. Es heißt ganz schnell wiedererwachsenzu werden, und aus derpassiven Rollezu kommen und das Leben wieder eigenständig zu planen. Auch wenn es angenehm war, das Hirn manchmal abzuschalten.

Was bleibt von den 10 Tagen WM? Ein gemischtes Gefühl. Tolle Momente, Gänsehaut, aber auch Enttäuschungen und Tränen über persönliche und sportliche Leistungen. Es überwiegt jedoch der Stolz bis zum Schluss gekämpft zu haben. Den Kopf nicht in den Sand gesteckt zu haben und eine gute Show geboten zu haben.

Christiane hat es zuvor schon geschrieben. Ich war ein beliebtes Fotomotiv. Ziemlich spannend so im Rampenlicht zu stehen. Schon vor unserem ersten Spiel, kamen zwei Österreicherinnen auf mich zu, um mich kleinlaut zu fragen, ob sie mich ansprechen dürfen. Natürlich dürfen sie. Fast vor Erfurcht erstarrt fragen sie mir Löcher in den Bauch, die ich auch bereitwillig beantworte. Nach dem Spiel gegen Schweden, werde ich erneut von Österreich abgefangen. Diesmal haben die Damen eine Bitte. Sie möchten mit mir fotografiert werden. Nun gut, auch dazu bin ich bereit. Es wird nicht das einzige und letzte mal gewesen sein, wo ich um ein Foto gebeten werde. Unser Busfahrer bezeichnet sich als meinen größten Fan und bekommt ein Foto. Ein kanadischer Coach verwickelt mich in Gespräche über meine Footballkarriere; Kanada und Finnland ergattern zum Teil am letzten Abend noch Fotos, um zuhause beweisen zu können, dass sie tatsächlich gegen solche Hünen kämpfen mussten; und die Mädels aus den USA sind erstaunt und begeister, glauben mir aber nicht, dass ich tatsächlich so langsam bin, wie ich behaupte. Am besten gefällt mir jedoch der Spitzname, den mir Österreich gegeben hat. Bei ihnen heiße ich nur noch Germinator so wie Herminator oder Terminator. (*.*)b

Meine Größe war nicht allein in Stockholm eine Attraktion, wie ich gehört habe wollen mich die Kommentatoren verkuppeln und boten den Zuschauern an bei Interesse meine Handynummer zu besorgen. Was soll ich denn davon halten?

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Auf gen Stockholm – Der Countdown läuft!

14.06.10

Autor: Birgit pivot | Kategorie: Birgit pivot, Blog, Inside the Team

Ich glaube es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag aus dem schönen Rheinhessen.

Irgendwie stacheln mich die schriftlichen Ergüsse meiner Mitspielerinnen dazu an, wieder etwas zu verschriftlichen, was mir schon die ganze Zeit im Hirn herumschwirrt.

Die Frage ist lediglich, mit was fange ich an? Mit dem Trainingsplan von Steffen, dem ich in meinem propperen Terminkalender auch noch Platz einräumen muss, oder erzähle ich davon, wie mich die NADA und sämtlicher Verwaltungsschnodder in Atem hält?

Ich habe viele Dinge, die mir immer wieder im Kopf herumspuken. Meistens in den Momenten, wo ich unbeobachtet und alleine bin – in meinem Auto also.

Mein Auto, auch so ein Thema. Das was ich bis jetzt ins Projekt „Leistungssport“ gesteckt habe, reichte damals zur Anschaffung meiner blauen Schleuder. Kein neuer Zahnriemen, auch keine Sommerreifen, die Kupplung muss auch noch warten. Hoffentlich lohnen sich diese ganzen Sparmaßnahmen, und ich darf Starter spielen und/oder mit einer Medaille nach Deutschland zurückreisen.(*.*)

Eine Medaille – hach wäre das schön! Die bekäme von mir einen Ehrenplatz! An meiner Wohnzimmerwand, genau neben den Pokalen, die ich bei meinen Turnieren im Reiten bekommen hab, damals als ich noch nicht meine „kleine“ Ente hatte.

Ohje…die Ente…was mache ich nur mit der, während ich in Schweden bin?! Gut, auf seiner Weide wird das Tier sicher so schnell nicht verhungern, aber was tun ohne die soziale Zuwendung, die der Herr Schwenk abends genießt? Wird er leiden? Werde ich leiden? Wahrscheinlich eher ich als er, deshalb kommt auch ein Foto von ihm mit ins Gepäck! (Für die Unwissenden…ich rede von meinem Pferd)

Gott sei Dank habe ich eine gute Seele, die uns auch jetzt schon da, wo Zeit Mangelware ist, unter die Arme greift und auch mal eine Extra-Pferdeschicht einlegt, wenn ich ein Spiel oder in Mainz Training habe. Ich glaube der Guten sollte ich mal Danke sagen, genau wie meinen anderen Stallmädels, die sich übrigens nicht lumpen ließen und mir zum Geburtstag eine Finanzspritze zur „Gesunderhaltung der Gehirnzellen“ (Neuer Helm) gegeben haben.

Eigentlich muss ich noch mehr Menschen Danke sagen, denn ohne Unterstützung von außen wäre auch bei mir dieses Projekt nicht zu realisieren. Meinen Kollegen muss ich danken, da sie mir ermöglichen meine Überstunden in Schweden zu verbraten und einiges aushalten, wenn ich mal wieder von Schweden, WM und manchen Scherereien vor mich hin fasel. Ich glaube, mich würde das ganz schön nerven! Wie gut, dass nicht ICH die Idee hatte unser Büro in Schwarz-Rot-Gold zu dekorieren und ein Schild mit „Team Germany“ an die Tür zu hängen! (^.^)b

Mein Bruder und seine noch Freundin verdienen auch einen kleinen Dank. Immerhin verpasse ich durch die WM die Hochzeit der beiden. Parole aus dem Lager im Westerwald ist „Hol uns eine Medaille, das reicht als Hochzeitsgeschenk!“ Na dann, auf in den Kampf würde ich sagen!

game, Satz, Sieg… Nein verdammt, falsche Sportart! Ich spiele American Football und kein Tennis. Aber auch da muss man seine Sachen alle beisammen haben, was mich mit einer äußerst eleganten Überleitung zu meinem nächsten Thema bringt. Was packe ich ein. Yvonne hat es ja schon geschrieben, 20 Kilo inkl. Ausrüstung. Das wird bei mir kleinem Walfisch eine Herausforderung. Kann man im neuen Hotel Wäsche waschen? Wie viele Paar Schuhe nimmt Frau mit? Kann das Täschchen mit dem Mädchenkram ins Handgepäck? Ist der Mascara evtl bombenfähig? Tasche oder Trolli? Wie viel Unterwäsche passt in meinen Helm? Ist ein Fön überlebenswichtig? Brauche ich mehr lange Sachen, oder mehr kurze? Hat die Bahn bis Berlin einen VIP-Wagon für uns, oder können wir uns in die erste Klasse schmuggeln? Glaubt ihr, da passt noch eine kleine Deutschlandflagge ins Gepäck? Mit oder ohne Adler? Nehme ich meinen Lappi mit, um euch auf dem laufenden zu halten, und lasse dafür ein Buch zu hause? Wo packe ich den Fotoapparat hin? Fragen über Fragen….

When I get older, I will be stronger. They’ll call me freedom, just like a Waving Flag“ Diese Zeilen bringen mich zu dem, was am Freitag war. Startschuß zu vier Wochen Fußballfieber. Beim Public viewing kann ich schon mal meine Textsicherheit unter Beweis stellen. Ich befürchte allerdings, dass ich in Stockholm einige Taschentücher brauche, wenn wir gemeinsam singen „Einigkeit und Recht und Freiheit…“

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The Chronicles of Aurea Moguntia

06.04.10

Autor: Birgit pivot | Kategorie: Birgit pivot, Blog, Inside the Team

We have Easter Sunday and I'm still not sure, what to make of last year. seen football technically.

The away game against Bochum opened my Mainz coach, that he wants me in the national team, and I reply with the utter conviction: “Nein! So what I will definitely not make!”. Today I sit at the computer and read to me repeatedly in disbelief Christiane email by, In which stands, that I can take to Stockholm. (O.o)

In late summer, the information comes, I'm invited to tryout to Cologne. All right then, I do not have so alone in the lion's den and must 5 take my teammates. The relaxed uncommonly. less relaxed – and linked to some debates with my GP – are the broken outer bands, accompany me to tryout. Since I had to listen to some sayings me already “but, you are one of the crazies, playing a scrimmage in front of one week tryout yet!” … “Ja, just one of which I am.” My fighting spirit is aroused! So what I still will not let me sit on! ATTACK!

The phase of waiting begins. Time turned, then hopeless, euphoric times, times on the verge of madness. My immediate surroundings must withstand a lot. comes closer the January, the higher the probability, I about Sweden, World Cup and football talk. Wie gut, I by snow, Skier, Snowboards and children'm distracted. Am 7.1.2010 one 9:14H shaken a cheer Austria. I get a text message from good old Germany by Jörg: “Congratulations you're in, like all of us!” The first one has to digest and watch, that you can not choking on his Nuttellabrötchen! \(*.*)/

The March coming and with it the jitters. In the office I am frequently asked, When the camp is and whether you must then get out to get his pompom, to be my cheerleader. In the week before the camp, I have a hard time, to focus on the work and do not only with the packing list, the departure time, to deal with the Defense Playbook and recent motivational words from coach. Thank God I'm drowning close to working and can thus maintain my nerves and must not be afraid, completely to spin the wheel.

And then he's there. The day, where it's on to new pastures. The next step on the way to “Glory”.

After a sleepless night I collect Sharon and Sonja in Mainz. Together we nozzles 30 Kilometers to Becky, to meet there Michelle and very environmentally friendly to heat with natural gas to Silberborn. Time we have enough in the luggage…Oh I, Luggage we have enough. If we had originally planned to sixth driven to Camp, we would have had a real space problem. In this case the car was a Van! (O.O)

Actually we had planned, again together to go through the Play Books, ultimately, however, we have dealt with Becky Sociology Summary. Simmel and Co. accompanied us all the way from Frankfurt to Holzminden.

Silberborn, Welcome to the Nowhere! Although I am a country girl, but so rural I do not need it actually. Felt 50 Km no Aldi, no Lidl and no gas station. Moment. A gas station we found! Abstoppen, cyberspace and tight cuddle with the gas column. who knows, if have on the land also open on Sundays here! Nein, it was not so bad. We just came from the wrong side. From others we experienced at the weekend, that it 10 Minutes even a McDonald's! Our navigation system is simple diet friendly!

The weekend is quickly told. Regen, theory, Regen, Training, essen, Regen, theory, mud fight, sleep. Aufstehn, essen, theory, Mud pack for good of Lower Saxony Moor Mud, essen, theory, even more mud, sleep. My new washing machine will rejoice!

Essen. Important! Important! Unfortunately, the kitchen is not over 70 starved women designed…at least not Friday evenings. I guess, they did not expect this hungry crowd, the like Piranhias crashes on the fried potatoes. Who comes last, is content with bread and salad. True to the motto of the weekend “Be flexible” Comment from the kitchen: “The fried potatoes were only a side dish!” *LoL*
The Küchenfeen have learned. On Saturdays and Sundays enough because there are delicious taster vegetable soup. A decent steak would have been personally prefer me. (^.^)

And then it was over, with this stage. Monday morning moves the laundry in the full-automatic washing machine and must be washed twice, unfortunately,, da sich Silberborner Schlamm tief in Poren setzt. Ich sitze wieder im Büro und genieße die Ruhe, die die Ferien so mit sich bringen. Bin ich erschöpft? Ja. Mental. Die innere Anspannung fällt ab und ich bin wieder im Hier und Jetzt. Zurück in der Realität. Meine innere Manöverkritik sagt mir, dass ich einiges hätte besser machen können. Die Bilder von Andy sprechen eine ähnliche Sprache. Die Trainingseinheiten zuhause sind wieder losgelöst von allem Stress, und ich empfinde es als echte Erholung, wieder mit meinen Mädels herumalbern zu können und zu wissen, dass dies der Bereich beim Football ist, bei dem ich einfach nur Spaß haben kann, ohne den Druck des Scoutings im Nacken zu spüren. Letztendlich sind es zwei Welten. Die Welt der Nationalmannschaft, in der ich Leistung bringen will, weil ich eben eine Nationalspielerin bin und somit einen Leistungssport mache, und die Welt im Verein, wo wir alle spielen, weil es uns Spaß macht und wo man auch maldie Kekse auspackt”, beim Warmlaufen alberne, kindische Liedchen trällert und trotzdem gewinnen will.

Meine Familie, Freunde und Kollegen reagieren mit Jubel auf die E-Mail von Christiane und ich sitze wieder wie geplättet vor meinem Computer und frage mich, wo das vergangene Wochenende geblieben ist. Es ist wirklich surreal. Wir sind mit 5 Mädels aus Mainz nach Silberborn gefahren und fahren genauso weiter nach Schweden. Das Rookie-Team aus dem Süden, das im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde, stellt nach zwei Erstligisten die meisten Spielerinnen der Natio. Und ich? Ich, die immer eine 4, wenn Volleyball gespielt wurde eine 3, in Sport hatte, steht bei einer Weltmeisterschaft im Kader und trägt die Farben ihrer Nation. Kann mich bitte mal jemand wecken? Das muss ein Traum sein! \(*.*)/

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