Finale ist möglich!

24.06.10

Daniel Koch: „Schweden nicht unterschätzen, USA nicht so weit entfernt und Finale ist möglich!"

Daniel Koch besetzt als Defense Coordinator eine der drei maßgeblichen Rollen im Trainerstab der neuen deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nach dem Abitur am Humboldtgymnasium in Ulm studierte er an der FH Ulm / Neu-Ulm und erarbeitete sich den Abschluss eines Diplom-Wirtschaftsingenieurs (FH). Mittlerweile schaut er außerdem auf eine zehnjährige Erfahrung als Trainer zurück und verfügt natürlich über die AFVD-Trainer-A-Lizenz. Längere Zeit hat Koch außerdem als Unparteiischer gewirkt und sieht dieses natürlich als Vorteil an, da man über Footballregeln als Coach gar nicht genug wissen kann. Als Jugendlicher ist er als aktiver Spieler in die Bayernauswahl berufen worden und spielte bei verschiedenen Herrenteams, zuletzt bei den Franken Knights in der GFL2 Süd.

Über seine persönlichen Frauen-Football WM-Erwartungen unterhielt sich mit ihm Jörg Schlüter.

Football-aktuell.de: Haben Sie schon das Konzept für das kommende Strausberg Camp fertig? Was wird dort ihren Schutzbefohlenen noch beigebracht werden?

D. Koch: Wir werden uns in erster Linie das vorliegende Video des Länderspieles Schweden-Finnland anschauen und das in dem Silberborn Camp Erlernte weiter vertiefen. Das gilt auch für das Playbook. Wir wollen uns auch speziell auf die schwedische Nationalmannschaft konzentrieren, da sie unser erster Gegner sein werden und ich glaube auch nicht, dass wir Schweden unterschätzen sollten.

Football-aktuell.de: Wie bereitet sich ein Defensecoach auf Gegner vor, die man nicht genau im Vorwege analysieren kann?

D. Koch: Wie schon bekannt liegen uns Ligaspielaufzeichnungen aus Canada und den USA vor. Wir kennen die Spielerinnennamen in den Kadern und konzentrieren uns vor allem auf die Spielsysteme der Offenseteams und schauen zuerst, ob der Gegner mehr läuft oder das Passspiel bevorzugt. Mit unserem Offense Coordinator Jörn Maier habe ich mir schon das Material zusammen angesehen und wir haben zum Beispiel analysiert, dass Schweden zwei Formationen bevorzugt. Zum einen sind sie lauflastig und verfügen über einen mobilen Quarterback, der auch oft Spielzüge antäuscht. Zum anderen sind ihre beiden Wide Receiver sehr groß (jeweils ca. 190cm) und können Play-Action-Spielzüge anwenden. Für die Vorbereitung auf Schweden ist unser Material schon sehr brauchbar. Auf andere Gegner werden wir uns je nach Turnierverlauf mit dem frischen Videomaterial vor Ort vorbereiten. Dabei werden wir uns generell eher auf das System und die Spielzüge, als auf einzelne Spielerinnen vorbereiten.

Football-aktuell.de: Ist für Deutschland mehr als der dritte Platz möglich? Ihr Tipp für die WM?

D. Koch: Ich glaube schon, dass der Leistungsabstand und die Leistungsdichte zwischen den sechs Teams nicht so groß ist. Die USA sind nicht so weit entfernt, wie so manche Experten es im Vorfeld der WM vermuten. Ich würde sogar prognostizieren, dass die Finalteilnahme für uns möglich wäre.

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