Michelle Kränzlein: „Respekt – aber keine Angst“

06.05.10

(JS) – Michelle Kränzlein ist erst 17 Jahre jung und eines der großen Talente im deutschen Damenfootball. Die gebürtige Bayerin geht noch zur Schule in die 11. Klasse der Emil-Possehl-Schule (Fachgymnasium Bereich Technik) und bereitet sich in diesen Wochen intensiv auf die Damenfootball Weltmeisterschaft in Schweden vor. Jörg Schlüter unterhielt sich mit der Sportlerin, die auch längere Anfahrtswege zum Training in Kauf nimmt und von der in den nächsten Jahren sicherlich noch viel zu hören und sehen sein wird.

Football-aktuell.de: Hallo Michelle, Was fasziniert Dich eigentlich am Footballsport. Reich kann man nicht werden und andere Sportarten genießen mehr Aufmerksamkeit.

M. Kränzlein: Über Basketball, Breakdance und Ballett kam ich zum American Football. Da ich Linebacker bin, finde ich es ganz besondern toll, andere Spieler (natürlich regelgerecht) zu stoppen. Aber auch als Half- und Fullback werde ich eingesetzt. Der Zusammenhalt in jeder Mannschaft ist große Klasse und die WM bedeutet für uns alle eine große Herausforderung.

Football-aktuell.de: Wir haben gehört, dass Du sowohl in Lübeck als auch in Hamburg trainierst. Das bedeutet für Dich einen großen Aufwand und was bleibt dann noch vom Leben übrig?

M. Kränzlein: Der Plan, in Lübeck eine Cougars Damenmannschaft aufzubauen, musste leider wieder vertagt werden. Wir fahren immer mit drei Mädels zum Training zu den Amazons nach Hamburg und bei der Cougars A-Jugend, bzw. der zweiten Cougars Mannschaft trainiere ich auch noch mit. Durch das Training mit unseren Jungs verspreche ich mir schneller Fortschritte im Spielverständnis und auch mehr „Härte“ zu erhalten. Für die WM in Stockholm kann das nur hilfreich sein. Ich muss natürlich auch noch Hausaufgaben machen und im Sommer immer früher vom Strand weg. Aber das klappt schon alles miteinander.

Football-aktuell.de: Wie beurteilst Du in der Rückschau die Auswahlcamps in Köln und Silberborn?

M. Kränzlein: Es kam vor allem darauf an, die Vorgaben der Coaches schnell zu erlernen. In Silberborn war es schon sehr viel anstrengender, als beim normalen Training und wir standen auch alle unter Druck und durften uns nur wenig Fehler leisten – aber das war auch gut so.

Football-aktuell.de: Da Du noch Schülerin bist, bedeutet für die Dich die Finanzierung der WM und der Vorbereitung sicherlich eine besondere Herausforderung. Wie hast Du diese Frage klären können?

M. Kränzlein: Herr Christian Schmidt von den Cougars und seine Kanzlei haben mir netterweise die Camps finanziert. Für die WM geben die Städte Lübeck und Hamburg Zuschüsse, da ich bei den Amazons und den Cougars Mitglied bin. Kleinere Sponsoren geben auch etwas dazu.

Football-aktuell.de: Ihr trefft Euch erst wieder in Berlin-Straussberg, kurz vor dem Abflug nach Schweden. Welchen Support erhältst Du denn von Deinem zuständigen Coach in der Zwischenzeit?

M. Kränzlein: Wir haben einen Ernährungsplan erhalten und werden mit Mails über die neuesten Informationen unterrichtet. Ansonsten trainiere ich, wie schon gesagt dreimal in der Woche mit den Cougars und den Amazons und wir befinden uns alle in einem regen Gedankenaustausch. Überhaupt hat das Teambuilding innerhalb der Defense wunderbar funktioniert.

Football-aktuell.de: Kannst Du Dir denn Hoffnungen auf einen Starterplatz in Stockholm machen?

M. Kränzlein: Ich glaube nicht. Nicole Wirtz hat einen großen Vorsprung. Aber Spielzeit werden wir beide erhalten. Wenn alles klappt, dann können wir in Stockholm jeden schlagen. Wir müssen zwar Respekt, aber dürfen keine Angst vor den Amerikanerinnen haben.

Quelle Jörg Schlüter Huddle/Football-aktuell.de

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